Musikalisches Wissen
in kurzen informativen Beiträgen. Was ist eigentlich Musik? Kann wirklich jeder Schlagzeug lernen? Hat Musizieren einen Einfluss auf den Körper? Diesen und vielen weiteren Themen wollen wir hier genauer auf den Grund gehen.
BRAUCHT MAN EIN PERFEKTES RHYTHMUSGEFÜHL, UM SCHLAGZEUG ZU LERNEN?
Diese Frage höre ich immer wieder. Die kurze Antwort lautet: Nein. Viele Menschen glauben, Schlagzeuger werden mit einem besonderen Rhythmusgefühl geboren. Tatsächlich entwickeln die meisten Musiker ihr Timing aber erst durch regelmäßiges Üben.
Wer Schlagzeug lernt, trainiert sein Rhythmusgefühl Schritt für Schritt – ähnlich wie man beim Sport Kraft oder Ausdauer aufbaut.
Natürlich fällt manchen Menschen der Einstieg etwas leichter als anderen. Oft geht es dadurch gerade am Anfang etwas schneller voran. Aber entscheidend sind nicht Talent oder ein „angeborenes Taktgefühl“, sondern Geduld, Übung und die Bereitschaft, dranzubleiben.
Ich habe schon viele Schüler erlebt, die anfangs Schwierigkeiten hatten, einen einfachen Beat gleichmäßig zu spielen. Mit der Zeit entwickelten sie ein sicheres Timing und konnten schließlich ihre Lieblingssongs begleiten. Wenn du also denkst: „Ich habe kein Rhythmusgefühl, deshalb kann ich kein Schlagzeug lernen“, dann lass dir gesagt sein: Rhythmusgefühl ist in der Regel erlernbar und schult sich durch regelmäßiges Training. 🥁
18.06.2026, Markus Joshua
DIE WIRKUNG VON MUSIK AUF DEN MENSCHLICHEN ORGANISMUS
Speziell das Musizieren mit unserer Stimme kann sich positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit auswirken. Unser Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt und wir lernen gezielt, tiefer ein- und auszuatmen. Trainierte Sänger versuchen gezielt in den Bauch zu atmen, dort ziehen die vorhandenen Muskeln das Zwerchfell nach unten, wodurch sich der Brustkorb nicht mehr so sehr aufbläht (Bauchatmung) Die Lungen haben nun mehr Platz um sich zu entfalten, der Brustkorb kann sich entspannen und die Rückenmuskulatur wird ebenfalls gekräftigt.
Wie auch beim reinen Musik hören, gleichen sich beim Singen in einem Chor oder einer Band die Herzfrequenzen aller Beteiligten nach und nach an, was zusätzlich einen großen Nutzen für alle Sänger darstellt. Denn eine stabile Herzfrequenz ist sehr gesund für unser Herz-Kreislauf-System. Das gemeinsame Singen begünstigt die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin, welches das gegenseitige Vertrauen stärken sowie Angst und Stress abbauen kann. Außerdem wird unser Immunsystem enorm unterstützt und Erkältungskrankheiten vorgebeugt. Und das wohl Beste am Gesang: er kann jederzeit und überall ohne große Hilfsmittel praktiziert werden, denn unsere Stimme haben wir nun mal immer dabei.
Unsere Hirnaktivität entfaltet sich beim Hören von Musik dynamisch. Sind wir zudem auch noch selbst musikalisch tätig, beginnen die involvierten Hirngebiete effizienter zusammen zu arbeiten. Das Erlernen und Spielen eines Instrumentes ist somit auch ein tolles Mittel um unser Gehirn zu trainieren und neue Verknüpfungen entstehen zu lassen. Jedes Üben hinterlässt seine Spuren und unsere grauen Zellen verändern sich mit allem, was wir tun und neu dazu lernen. Im Gehirn eines Schlagzeugers zum Beispiel verbinden etwas dickere Fasern die beiden Hirnhälften miteinander, was dafür sorgen kann, dass Ihnen das ausführen komplexer und schneller Bewegungsabläufe leichter zu fallen scheint als denjenigen, die diese Fähigkeiten nicht gezielt erlernt haben.
Ein gesundes, trainiertes und gut vernetztes Gehirn ist in der Lage mehr zu leisten als ein Gehirn, welches nicht so stark trainiert ist. Wir profitieren beispielsweise durch ein besseres Gedächtnis in Sachen Sprache und dem Erinnerungsvermögen. Eine gute Hirnleistung und das Musizieren scheinen wohl oft in zusammen zu stehen, ob das eine allerdings das andere verursacht lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. (Quelle: ARDalpha)
03.04.2026, Markus Joshua
- Kontinuität vor Intensität. Wer konstant übt, gewinnt.
- Schulung von Präzision und Aufmerksamkeit. Qualität entsteht in erster Linie durch saubere Wiederholung. Es ist effektiver, präzise und passend zu handeln, als hektisch und schnell, dafür aber ungenau.
- Fehler sind kein Scheitern, sondern gutes und wichtiges Feedback. Analysieren. Anpassen. Weitermachen. Wer Fehler nicht dramatisiert, sondern gerne von ihnen lernt entwickelt sich schneller.
Im Leben wie auch am Schlagzeug gilt: Nicht der Lauteste gewinnt – sondern entscheidend ist vor allem das richtige Timing.
Wir lernen Stabilität zu schaffen, anderen Halt zu geben und uns gegenseitig zu unterstützen. Auch mal genauer zuzuhören, unseren eigenen Platz zu finden und verlässlich zu sein. Musik wird so zu einem Raum für Entwicklung, inneren Ausgleich und echtes Miteinander.
22.02.2026, Markus Joshua